Die Geschichte des Frankfurter Schauspielhauses:

Quelle: Frankfurter Stadtarchiv

Das Frankfurter Schauspielhaus, auch "Stadttheater" genannt, wurde von dem namhaften Schauspielhaus- und Opern-Architekten Heinrich Seeling entworfen. Baubeginn war 1899.

Quelle: Frankfurter Stadtarchiv

Der Innenraum war aufgeteilt in drei Ränge und bot Platz für 1166 Zuschauer. Die Baukosten betrugen 2,3 Millionen Mark. Links vom Schauspielhaus befand sich das Wein- und Bierrestaurant "Faust", welches durch einen Säulengang zum Theater verbunden war.

Quelle: Wikipedia

1902 wurde das Schauspielhaus fertiggestellt und eröffnet. Seither präsentierte sich der Prachtbau als Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens, inmitten der Frankfurter Wallanlage.

Quelle: altfrankfurt.com

Dort wo die Straßenbahn einfährt, beginnt heute der sogenannte "Willy-Brandt-Platz". Links vom Schauspielhaus markiert der Giebelturm die Blockrandbebauung, an der das heutige Schauspiel- Gebäude endet.

Quelle: altfrankfurt.com

Der 2. Weltkrieg hinterließ auch hier seine Spuren: Bei einem Luftangriff im Januar 1944 durch amerikanische Bomber, brannte das Schauspielhaus aus. Aufgrund seiner soliden Bauweise blieben jedoch fast alle Mauern stehen. Bereits 1948 fasste man den Entschluss, das Haus als Spielstätte für die Oper Frankfurt wieder aufzubauen.

Au dieser Farbaufnahme nach dem Krieg sieht man, wie gut die Bausubstanz noch erhalten war. Doch 1950 stoppte die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung den Wiederaufbau. Erst als die Bürger dagegen protestierten und mehr als 50.000 Unterschriften sammelten, fiel der Beschluss für den Weiterbau. Anschließend bekam das Schauspielhaus die modernste Bühne Europas!

Quelle: Städtische Bühnen

Doch die Freude währte nicht lange. 1960 begann auf dem Nachbargrundstück der Bau der "Theaterdoppelanlage", die Oper und Schauspiel unter einem Dach vereinen sollte.

1962 begann man damit, die wertvolle Jugendstilfassade des alten Schauspielhauses abzuschlagen. Anschließend wurden beide Gebäudeteile hinter einer 120m langen Glasfassade verbunden.

1963 war die "Theaterdoppelanlage" fertiggestellt. Nichts erinnert mehr an die alte Pracht.

Quelle: Oper Frankfurt

Doch noch heute erkennt man an den Konturen des Opernhauses die Form des alten Schauspielhauses (hier in blau). Seine seitlichen Fassaden wurden nur verbaut. Das Schauspielhaus existieren in Teilen noch immer und wartet darauf, jetzt von uns wieder befreit und rekonstruiert zu werden!

Skizze: Dipl.- Des. J. Aha

Könnte so die Zukunft aussehen?:

Schauspielhaus und östliche Blockrandbebauung werden originalgetreu wieder hergestellt. Zwischen den Gebäuden ergeben sich Freiräume, die durch einen zurückgesetzten Glasbau verbunden werden könnten, der Raum für weitere Spielstätten bietet. Auch hinter dem Schauspielhaus wäre noch genügend Platz für Werkstätten und Infrastruktur.

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